Presseberichte rund um den Muswiesenlauf

Aktuelle News und Presseberichte

2017

Rekorde purzeln in Serie

Beim 34. Muswiesenlauf stellen vier Läufer neue Bestmarken auf. Auch in Sachen Teilnehmerzahl können sich die Organisatoren über eine erneute Steigerung freuen.

Eine wahre Flut an neuen Bestleistungen förderte die 34. Auflage des Muswiesenlaufes zu Tage. Vier neue Streckenrekorde stellten die Läufer am Samstag auf. Für das Comeback des Tages sorgte der aus Kirchberg stammende Peter Hein. 13 Jahre lang war der heutige Triathlet vom VfL Sindelfingen dem Laufklassiker in Musdorf fern geblieben. „Irgendwie hat es zeitlich nie gepasst“, sagte der 32 Jahre alte Athlet nach seinem Siegeslauf über die zehn Kilometer. Mit dem Rennen war Hein natürlich sehr zufrieden, schließlich „ist es immer schön, wenn man als Triathlet bei den Läufern gewinnt“. Fast eineinhalb Minuten lag der neue Muswiesenlaufsieger im Ziel vor Julien Grunert aus Osterburken. Weitere rund 20 Sekunden dahinter kam Günter Seibold als Dritter ins Ziel. Die Crailsheimer Lauflegende hatte sich in den Tagen zuvor mit einer starken Erkältung geplagt und war demzufolge nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. „Ich denke, es war trotzdem richtig, dass ich heute mit dabei war“, sagte Seibold, der – und das zeigt einmal mehr dessen großen Sportsgeist – seinen Titel trotz der gesundheitlichen Probleme nicht einfach kampflos abgeben wollte.

Hähnle-Pohl siegt erneut

Neben dem Titel des Muswiesenlaufsiegers musste Günter Seibold dann aber auch gleich noch seinen Streckenrekord an Peter Hein abtreten. Um zwei Sekunden verbesserte Hein die Bestmarke aus dem Jahr 2016. Ebenfalls in neuer Rekordzeit von 38:52 Minuten überquerte Veronica Clio Hähnle-Pohl von der TSG Heilbronn als erste Frau die Ziellinie und lag damit genau fünf Minuten vor der Zweitplatzierten Sylvia Bach vom Team Hercules. Hähnle-Pohl hatte am Tag der Deutschen Einheit schon den Sparkassenlauf in Crailsheim für sich entschieden.

Ganz andere Ziele verfolgte Jutta Rappold aus Rot am See, die am Samstag zum ersten Mal überhaupt an einer Laufveranstaltung teilnahm. „Das war richtig spannend“, erklärte die Laufanfängerin nach ihrem erfolgreich absolvierten Fünf-Kilometer-Lauf begeistert. Seit 2016 leitet sie in Rot am See eine Aerobic-Gruppe und hatte kurzerhand in der Sommerpause eine kleine Laufgruppe gegründet, um die sportfreie Zeit zu überbrücken. In den vergangenen Wochen hatte sich die bunt gemischte Gruppe in gemeinsamen Laufeinheiten extra auf den Muswiesenlauf vorbereitet. „Der Lauf war für die Gruppe eine tolle Sache“, so Rappold weiter. Und nächstes Jahr will sie mit ihrer Läufergemeinschaft auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

Das mit Abstand spannendste und faszinierendste Rennen des Tages war bereits gut eine Stunde zuvor über die Bühne gegangen. Im Auftaktrennen der U-8-Schüler lieferten sich die Lokalmatadoren Tim Köber und Sam Deufel über 1000 Meter einen echten Fight. Nach rund 900 Metern bogen die zwei kleinen Läufer nebeneinander und mit weitem Abstand vor dem Rest des Feldes auf die Zielgerade ein und spurteten Kopf an Kopf der Ziellinie entgegen. Die vielen Zuschauer entlang der Strecke peitschten die beiden Kontrahenten nochmals an. Kurz vor dem Ziel schob sich Tim mit einem letzten Energieschub noch entscheidend nach vorne und überquerte die Linie als Erster.

Petzels dritter Erfolg

Nicht ganz so spannend war der Einlauf bei den U-10-Schülern. Wie bereits 2015 und 2016 war Noah Petzel aus Rot am See erneut nicht zu schlagen. In 3:42 Minuten lag er nach 1000 Metern acht Sekunden vor dem Wiesenbacher Silas Weber und unterbot mit dieser Zeit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr um sieben Sekunden.

Weitere Streckenrekorde liefen bei den U-16-Mädchen Adeline Gramm (TSG Schwäbisch Hall) über 5000 Meter in 21:08 Minuten und der Öhringer U-18-Läufer Till Federolf, der die Fünf-Kilometer-Strecke in beeindruckenden 17:34 Minuten abspulte.

Sehr zufrieden mit der Beteiligung und dem reibungslosen Ablauf zeigten sich auch die Organisatoren des veranstaltenden TV Rot am See. Dementsprechend fiel auch das Fazit von Anja Schurr vom Orgateam sehr positiv aus: „Alles hat gut geklappt.“ Mit insgesamt 388 Läufern konnte die Rekordzahl aus dem vergangenen Jahr (387) noch einmal leicht gesteigert werden.

Seibold siegt beim Muswiesenlauf 2016

2016

Fast 400 Läufer waren am Samstag bei der 33. Auflage des traditionellen Muswiesenlaufs am Start und sorgten damit für einen neuen Teilnehmerrekord. Den Hauptlauf über 10 Kilometer gewann einmal mehr der Crailsheimer Spitzenathlet Günter Seibold.

Erich Feil ahnte es schon im Vorfeld. „Das wird der größte Muswiesenlauf aller Zeiten“ mutmaßte der für Anmeldung und Zeitnahme verantwortliche Mitorganisator vom Turnverein Rot am See bei der Abschlussbesprechung des Orga-Teams am Freitagabend. 275 Anmeldungen lagen da bereits vor und „normalerweise kommen am Lauftag noch zwischen 100 und 150 Anmeldungen dazu“ rechnete Feil die voraussichtliche Starterzahl für Samstag hoch. Er sollte Recht behalten, denn mit 387 Startern - darunter über 140 Kindern – wurde die Starterzahl aus dem Vorjahr letztlich um rund 70 Läufer übertroffen. Zu verdanken ist dieser neue Rekord vor allem den örtlichen Schulen aus Rot am See und Brettheim (insgesamt 52 Starter) sowie dem Gymnasium Gerabronn (48 Starter). Neben vielen Schülern waren bei der starken Gerabronner Delegation erfreulicherweise auch einige Lehrer – angeführt von Rektor Jochen Uhrhan - mit am Start. Sportlich gesehen brachte der Zieleinlauf des 10 km-Hauptlaufs nichts Neues. Wie im Vorjahr lag Seriensieger Günter Seibold knapp eine Minute vor seinem Braunsbacher Konkurrenten Matthias Schwarz. Siegerin bei den Frauen wurde die junge Dinkelsbühlerin Constanze Pfanz, die im Sommer bereits den Seefestlauf in Lautenbach gewonnen hatte.

In Musdorf stand sie am Samstag zum ersten Mal an der Startlinie und ging ihren Premierenlauf mit jugendlicher Unbekümmertheit an. Über den Streckenverlauf hatte sie sich absichtlich keine großen Gedanken gemacht. „Ich schau mir die Strecke vorher nicht an und hab mich einfach überraschen lassen“ sagte die glückliche Gewinnerin nach dem Rennen. Von der starken Steigung zwischen Kilometer drei und vier war Pfanz dann zwar doch einigermaßen beeindruckt, ließ sich dadurch aber nicht aus dem Rhythmus bringen. Sehr zufrieden zeigte sich die junge Fränkin mit der Organisation der Laufveranstaltung und hatte zum Schluss auch noch ein kleines Lob für die Verantwortlichen des TV Rot am See übrig. „Habt ihr gut gemacht hier“ grinste die stolze Siegerin und machte sich mit ihrem gewonnenen Pokal unter dem Arm auf den Heimweg. 


Vor einer großen Zuschauerkulisse gingen zuvor am frühen Nachmittag die Kinder- und Jugendläufe über die Bühne. Trotz einiger vereinzelter Regentropfen ließen sich die Kids – lautstark angefeuert von den vielen Zuschauern – den Spaß nicht verderben und rannten mit großem Ehrgeiz um die Wette. Tolle Zeiten erreichten beispielsweise Henning Scholl (U14) von der TSG Schwäbisch Hall in 9:09 Minuten und der Schrozberger Joshua Klöpfer (9:40 Min.)) über 2.500 Meter. Bei den Mädchen schafften in der Klasse U14 Emilia Binnig (TSG Schwäbisch Hall) und Jule Wagner (Gymnasium Gerabronn) ebenfalls Laufergebnisse unter zehn Minuten. Einen neuen Streckenrekord in der Altersklasse U10 stellte Noah Petzel aus Rot am See auf, der für die 1.000-Meter-Runde gerade mal 3:49 Minuten brauchte und damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigte. (Bericht Frank Maier)

Seibold und Schwarz beim 10km Hauptlauf

2015

Revanche geglückt: Mit einer überzeugenden Vorstellung distanziert Günter Seibold (TSV Crailsheim) beim Muswiesenlauf den Vorjahressieger Matthias Schwarz um über 50 Sekunden. Titelverteidiger Matthias Schwarz ist nach dem Rennen keinesfalls enttäuscht und nimmt die klare Niederlage sportlich: "Günter hat zwischen Kilometer zwei und vier gleich richtig Tempo gemacht. Das war mir da schon etwas zu schnell", analysierte der Vorjahressieger.

Mit dieser Taktik liegt der erfahrene Seibold goldrichtig. Insgeheim hatte er wohl schon vor dem Rennen mit einem solchen Ausgang gerechnet. "Ich bin es ja gewohnt, gegen ihn zu verlieren", sagte der Braunsbacher bei der Siegerehrung mit einem Augenzwinkern. Für den 48-jährigen Günter Seibold ist es der siebte Muswiesenlauf-Triumph allein in den letzten zehn Jahren.

Ein beherztes Rennen lief knapp zwei Stunden zuvor auch Noah Petzel aus Rot am See. Zum ersten Mal überhaupt beim Muswiesenlauf dabei, raste der Siebenjährige in seinem roten T-Shirt nach dem Startschuss los und hatte schon an der 500-Meter-Wendemarke rund 15 Meter Vorsprung auf die Konkurrenz. "Das ist viel zu schnell", unkte sein überraschter Vater Harry Petzel. Er hatte Bedenken, sein Sprössling könne das hohe Anfangstempo nicht bis zum Schluss durchhalten.

Seinen gut gemeinten Zuruf "Lauf nicht so schnell" hatte Noah - inzwischen schon auf dem Rückweg - überhört. Wenig später bog er auf die Zielgerade ein und überquerte in einer Zeit von 4:05 Minuten als Erster die Ziellinie. Wesentlich knapper war der Einlauf bei den Mädchen. Nur eine Sekunde lag Pia Köber (Gemeinschaftsschule Rot am See) im Ziel vor Paula Beck vom TSV Crailsheim.

Topleistungen lieferten auch die Schweizer Leichtathletin Daniela Tarnutzer mit einer Zeit von 39:11 Minuten über 10 Kilometer sowie Kathrin Lehnert (TSV Crailsheim) über die 5-Kilometer-Strecke (20:20 Minuten) ab. Deutliche Siege heimsten bei den U12 über 2500 Meter Nicolas Rummel und Jule Wagner (beide Gymnasium Gerabronn) ein. Mia Lang (Gemeinschaftsschule Rot am See) dominierte den 1000-Meter-Lauf in der Altersklasse U10 in 3:54 Minuten.

Zufriedene Gesichter machten die Organisatoren des Turnvereins Rot am See: Fast 320 Starter wurden beim Muswiesenlauf verzeichnet, das sind rund 50 Läufer mehr als noch im Vorjahr.

(Quelle.. SWP)